Mettmann: Pfarrer Motter: Mir blutet das Herz
04.04.2008
Mettmann: Pfarrer Motter: Mir blutet das Herz. Sprachlosigkeit und Betroffenheit herrschten gestern in Mettmann und in der Region nach der Nachricht vom Ausscheiden von Pfarrer Winfried Motter (66) zum 1. März aus dem seelsorgerischen Dienst. Die Telefone stehen im Pfarramt St. Lambertus nicht still. Die Anrufer wollen ihr Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Der beliebte Pfarrer erhält zudem zahlreiche Briefe. Mit blutet das Herz, sagte Pfarrer Winfried Motter gestern sichtlich bewegt. Nach einer schweren Operation im vergangenen Jahr, versuchte Pfarrer Motter Energie in der Reha zu schöpfen. Doch er, der immer 100 Prozent Seelsorger war, verlor an Kraft. Hinzu kam eine weitere Erkrankung. Kurz vor Weihnachten sprach er mit dem Kardinal und mit dem Personalchef des Erzbistums, schilderte seine Beschwerden und bat um die Entpflichtung. Der Kardinal entsprach dieser Bitte. Obwohl ich nur vier Jahre in Mettmann tätig war, bin ich verliebt in diese Stadt und in die Menschen, sagte Motter. Die vertrauensvolle, konstruktive und herzliche Zusammenarbeit mit allen Gremien, Vereinen, Verbänden und mit den Menschen seien bilderbuchartig in Mettmann. Ich habe gehofft, hier bis zum 75. Lebensjahr wirken zu können. Pfarrer Winfried Motter wird Mettmann verlassen. Wo er künftig leben wird, steht noch nicht fest. Fest steht hingegen, dass er nicht als Subsidiar tätig sein wird. Vielleicht gebe es eine kleine Betätigung in einem Ordenshaus, meinte er. Eine kleine tägliche Zelebration wäre denkbar. Wer sein Nachfolger wird, auch als Kreisdechant ist offen. Die Menschen werden Pfarrer Winfried Motter Ende Februar oder Anfang März verabschieden. Es wird ein ganz schwerer Abschied werden, für beide Seiten. KOMMENTAR
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