Geldern: Eine Träne im Knopfloch
04.04.2008
Geldern: Eine Träne im Knopfloch. Mit Verständnis reagierten die meisten Kirchenbesucher, die am Samstag am Ende der Vorabendmesse in St. Adelheid vom Abriss hörten. Wir müssen ehrlich sein, die Kirche konnte auf Dauer nicht bestehen, sagt Anni Cleve (72). Unsere Generation geht ja noch regelmäßig in die Kirche, aber bei vielen Jüngeren ist das nicht mehr so. Auch Emil Kempkens weist auf die sinkende Zahl von Kirchenbesuchern hin. Aber für Altenheimplätze ist der Bedarf da, urteilt der 43-Jährige. Wir werden zwar weniger , aber älter. Er ist froh, dass im Adelheid-Haus der kirchliche Bezug noch gegeben ist. Jakob Cleve hat als Maurer die Adelheid-Kirche vor 41 Jahren mitgebaut. Schade, dass sie abgerissen wird, ist der 75-Jährige, der den Spatenstich damals mitgemacht hat, traurig. Eine Träne im Knopfloch verdrückte Bernhard Waldner (73). Er war ein Kollege Cleves bei der Firma Fonteyne und ebenfalls am Kirchenbau beteiligt.
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